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16.03.2018

Einwohnerversammlung in Rüschendorf

Im Saal der Gaststätte Werner gr. Hackmann in Rüschendorf fand die jährliche Einwohnerversammlung statt, auf der Bürgermeister Gerd Muhle und seine Kollegen aus dem Verwaltungsvorstand über aktuelle Entwicklungen in der Stadt Damme berichteten.
Der Bürgermeister legte seinen Schwerpunkt auf Projekte, die seiner Überzeugung nach die Stadt Damme in ihrer Entwicklung entscheidend nach vorne bringen. So zeichnet sich nach seinen Worten eine Lösung für eine städtebauliche Entwicklung zwischen dem Westring und Famila  ab. Die Verhandlungen seien schwierig und langwierig gewesen, da mit allen Grundstückseigentümern mehrfach habe gesprochen werden müssen. Jetzt sei ein Eckpunkte-Papier entstanden, dem alle Beteiligten zugestimmt hätten. Es beinhaltet ein Konzept zur Verkehrsführung, zum Neubau des Famila-Marktes und zur Erschließung der westlich gelegenen Areale zur Wohnbebauung.

Die Erweiterung des Krankenhauses und die Umnutzung des ehemaligen Benediktinerklosters sind nach Muhles Worten ebenfalls wichtige Projekte. Beim Krankenhaus wird die Stadt einen Teil zur Finanzierung der Intensivstation übernehmen. Die Nachnutzung des ehemaligen Benediktinerklosters sei mit dem jetzigen Nutzungskonzept für Damme eine Riesenchance. Das Bildungswerk Damme und eine Tagespflege haben ihre Räume schon bezogen. Eine Kindertagesstätte und ein Hotelbetrieb werden derzeit ausgebaut.

Kämmerer Werner Fischer gab einen Überblick über die Finanzen der Stadt. Für das Jahr 2018 erwartet er einen ausgeglichenen Haushalt. Trotz hoher Investitionen im vergangenen Jahr habe die Stadt Damme die Entschuldung kontinuierlich fortführen können. Die Kosten im Bereich Kindergärten und Schulen werden allerdings weiter steigen und in den kommenden Jahren den Handlungsspielraum einschränken, so Fischer.

Aus dem Fachbereich Bürgerservice und Soziales berichtete Fachbereichsleiter Franz-Josef Echtermann. Zur Situation der Kinderbetreuung stellte er fest, dass der Bedarf an Krippenplätzen in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist. Jeder Ortsteil verfüge inzwischen über Krippengruppen. Aus dem Kindergartenbedarfsplan des Landkreises Vechta gehe hervor, dass dieser Trend sich aber weiter fortsetze. Nicht nur für die Kinderbetreuung, auch für den Bildungsbereich, muss die Stadt Damme investieren. Für den Ausbau der Realschule mit der Erweiterung um vier Klassenräume und der Sanierung des Kunstraums werden nach Echtermanns Worten Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro veranschlagt. Für den Neubau der Hauptschule in Nachbarschaft zur Realschule seien Kosten in Höhe von 7,4 Millionen Euro zu erwarten. Das Geld dafür komme unter anderem aus dem Verkauf des Hauptschulgebäudes an den Landkreis, der das Gebäude der Nutzung des Gymnasiums zuführen wird, und aus der Kreisschulbaukasse. Echtermann rechnet damit, dass der Neubau der Hauptschule im Jahr 2021 abgeschlossen ist. Für die Marienschule, die von der Stadt Damme gekauft wurde, werde ein Nutzungskonzept erstellt. Hier könnte neben einer Kindertagesstätte, die dort bereits untergebracht ist, der Jugendtreff einen neuen Standort finden. Das Treffen mit der belgischen Partnergemeinde Damme findet in diesem Jahr vom 24. bis zum 26. August statt, so Echtermann.

Bauamtsleiter Mike Otte berichtete zu den Planungen bei der Verkehrsführung. Für die Kreuzung Hunteburger Straße/Südring habe das Land Niedersachen zugesagt, noch in diesem Jahr zu bauen. Geplant sei, die Fahrbahndecke bis zum Bereich LIDL zu sanieren. Dies werde für einige Zeit den Verkehr beeinträchtigen. Die Stadt plant im Zuge der Baumaßnahmen einen Lückenschluss des Radweges bis zur Firma Grimme. Der Umbau an der Kreuzung Vördener Straße/Westring/Südring solle laut Landesbehörde in 2019 erfolgen, allerdings unter dem Vorbehalt, dass die finanziellen Mittel vom Land tatsächlich zur Verfügung gestellt werden.

Mit der Erweiterung des Wohnbaugebietes Rottinghauser Straße werden 20 neue Wohnbaugrundstücke entstehen, so Otte weiter. Ein weiteres Wohnbaugebiet beplane die Stadt zur Zeit in Reselage. Dort sollen rund 50 Grundstücke aus privater Hand entstehen. Bebaut werden können sie frühestens im kommendem Jahr, da dies an die Aufgabe von zwei Tierhaltungen in Reselage gebunden ist. Das Planverfahren stehe erst am Anfang. Nördlich vom Zentrum der Stadt sollen zehn Grundstücke aus privater Hand entstehen. Otte stellte fest, dass sich der Trend zum Geschosswohnungsbau fortsetzt. In den vergangenen fünf Jahren sei ein Plus von 500 Wohneinheiten zu verzeichnen.

Für die Vermarktung des Gewerbegebietes „Nördlich der Borringhauser Straße“ gebe es weitere Interessenten. Der Bau des Kreisverkehrs, über den die Erschließung des Gewerbegebietes an der Hunteburger Straße erfolgt, solle vor den Sommerferien beginnen. Zur Dorfentwicklung Damme-Ost erklärte Otte, dass Personen, die Förderanträge stellen möchten, sich am besten schon jetzt bei der Stadtverwaltung melden sollten. So könne man sicherstellen, dass die Anträge rechtzeitig auf den Weg gebracht werden.