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Ablauf der Erstellung

hier sehen Sie, wie das Klimakonzept der Stadt Damme erstellt wurde

Die Erstellung der Klimakonzeptes für Damme wurde vom Bundesumweltministerium gefördert. Im Gegenzug verlangt das Ministerium auch die Einhaltung eines vorgegebenen Weges. Dadurch werden aber auch die Konzepte verschiedener Gemeinden vergleichbar.

Die Bausteine des Konzeptes

Energie- und CO2-Bilanz

Diese Bilanzen umfassen Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen gegliedert nach Verursachern und Energieträgern. Das Merkblatt des BMU empfiehlt für
Kommunen unter 50.000 Einwohnern eine Kurzbilanz auf der Grundlage bundesdurchschnittlicher Werte oder eine fortschreibbare Energie- und CO2-Bilanz.
Die Ermittlung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen in der Stadt Damme, erfolgt gegliedert in die Sektoren
- öffentliche Einrichtungen, öffentliche Infrastruktur
- private Haushalte
- Industrie und Gewerbe einschl. Landwirtschaft
- Verkehr
- Ermittlung der Energieerzeugung in der Stadt Damme
- konventionelle Energie

Potenzialanalyse

In der Potenzialanalyse werden die kurz- und mittelfristig technisch und wirtschaftlich möglichen Einsparpotenziale sowie die Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz in allen Bereichen anhand statistischer Daten und vorliegender Erfahrungswerte abgeschätzt. Mittels zweier Szenarien (Referenzszenario, Trend ohne spezielle Klimaschutzmaßnahmen) und eines Klimaschutzszenarios sollen die Dimensionen eines aktiven Klimaschutzverhaltens klarer herausgearbeitet werden.
Das Einsparpotenzial im Bereich der privaten Haushalte wird anhand von Wohnraumstatistiken in Verbindung mit Literaturkennwerten und Gebäudetypologien ermittelt. Die Einsparpotenziale werden beispielhaft für vier repräsentative Musterwohntypen regionaltypischer Bauweise dargestellt.
Für alle öffentlichen Liegenschaften und die öffentliche Infrastruktur wird ein Kennwertevergleich durchgeführt, der die Schwachstellen und Potenziale verdeutlichen soll.

Akteursbeteiligung

Der Runde Tisch Energie und Klimaschutz in Damme hat sich seit Ende 2011
ausführlich mit Zielsetzungen und Maßnahmen zu diesen Themen auseinandergesetzt.

Der Runde Tisch setzt sich zusammen aus Teilnehmern folgender gesellschaftlicher Gruppen:
- Politische Vertreter aller Fraktionen im Rat der Stadt Damme
- Handels- und Gewerbeverein
- Mittelstandvereinigung
- Bürgerinitiativen (Wind, Biogas)
- Forstbetriebsgemeinschaft
- Naturschutz
- Energieversorger
- Agrar- und Ernährungsforum OM und Bioenergieregion Südoldenburg
- Landvolkverband
- Stadtverwaltung


Es ist vorgesehen, diese Akteure auch in die Erstellung des Klimaschutzkonzepts mit einzubeziehen.
Der Runde Tisch soll ergänzt werden um Vertreter des Landkreises Vechta, um insbesondere die
Zielsetzungen bezüglich der regionalen Relevanz frühzeitig abstimmen zu können.
Darüber hinaus sollen Zwischenergebnisse und Ergebnisse auch der ganzen Bevölkerung präsentiert
werden.

Die Erstellung des Konzepts wird auch durch eine Reihe von individuellen Abstimmungs- und Einzelgesprächen begleitet werden.

Maßnahmenkatalog

Kern dieses Arbeitsschrittes wird die Erstellung von individuellen Projektsteckbriefen sein, die nach den im Merkblatt zur Erstellung von Klimaschutzprojekten beschriebenen Inhalten gegliedert sind.
Gemeinsam mit bereits vorliegenden Plänen seitens öffentlicher Institutionen werden diese Steckbriefe auch in verschiedene Prioritätenklassen gegliedert. Hierzu werden die Kriterien Klimaschutzrelevanz, Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit sowie Akzeptanz und Bürgernähe berücksichtigt.
Das Konzept beinhaltet Vorschläge zur Erfassung und Auswertung der Verbräuche und der COEmissionen zur Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele. So weit wie möglich werden die Vorschläge hinsichtlich des notwendigen Personalbedarfs sowie der erforderlichen Investitionen konkretisiert.

Das Konzept beinhaltet zudem einen Zeit- und Organisationsplan für die Maßnahmenvorschläge.

Controlling

Das integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Damme wird darlegen, wie die Umsetzung der Zielvorstellungen und die Wirksamkeit der Maßnahmen dauerhaft organisiert, analysiert und gesteuert werden sollte.

Das Konzept wird somit Vorschläge zum institutionellen Rahmen, zu den investiven sowie den personellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Gegensatz zum Controlling in öffentlichen Einrichtungen aus vielerlei Gründen schwieriger sein wird, in privaten Einrichtungen ein Controllingsystem zu installieren.
Wegen der Bedeutung dieses Arbeitsschrittes ist vorgesehen, während der Bearbeitungsphase des Konzepts eine fachkundige Arbeitsgruppe zu installieren, die gemeinsam mit den Gutachtern Vorschläge zu den o.g. Zielen unterbreitet.
Wir bieten an, bis zu drei Arbeitsgruppensitzungen vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten. Die Ergebnisse fließen als Ziel- und Maßnahmenvorschläge in das Klimaschutzprojekt ein.

Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit

Das Konzept soll für eine Bekanntmachung des Klimaschutzkonzepts nach seiner Fertigstellung dienen.
Unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten soll ein Vorgehen erarbeitet werden, die Inhalte bekannt zu machen und gleichzeitig zur Mitarbeit anzuregen. Das Konzept soll die Erarbeitung eines Leitbildes enthalten.

Zeitplan

Die Konzepterstellung muss nach den Vorgaben des Ministerium bis zum Jahresende 2014 abgeschlossen sein.

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