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Private Haushalte

Zielsetzung: Bis 2030 werden 50 % der Gebäude energetisch saniert

Im Bereich der privaten Haushalte besteht das höchste Einsparpotenzial im Bereich der Wärme/Heizung (vgl. Kap. 3.1). Entsprechend der Potenzialanalyse wird davon ausgegangen, dass durch entsprechende öffentlichkeitswirksame Maßnahmen die Sanierungsrate auf jährlich 3 % erhöht werden kann. Demnach wären im Jahr 2030 50 % der privaten Gebäude nach EnEV-Standard energetisch saniert. Dementsprechend zielen auch die meisten Maßnahmenvorschläge in diese Richtung:

Durch die Einbeziehung der lokalen und regionalen Beratungs- und Handwerksbetriebe lässt sich in diesem Bereich eine hohe regionale Wertschöpfung erzeugen. Vorsichtig geschätzt ist bei rd. 2.000 Maßnahmen bis 2030 und durchschnittlichen Investitionskosten von 10 T€ ein Investitionsvolumen von 20 Mio. € zu veranschlagen.

 Zielsetzung: Stromsparen in Privathaushalten – 25 % Reduktion bis 2030

Beim Strom gibt es zwei Hebel, mit denen sich etwas erreichen lässt: Der Einsatz effizienter Geräte und entsprechendes Verhalten. Inwieweit sich die Anschaffung eines neuen Gerätes energetisch und wirtschaftlich rechnet, ist abhängig von der Nutzungsdauer, dem Zustand des alten Gerätes und vielen anderen Faktoren. Dementsprechend lässt sich keine allgemeingültige Aussage treffen, ob eine Neuanschaffung sinnvoll ist. Energiesparendes Verhalten lässt sich nicht direkt steuern. Ein solches Verhalten setzt ein entsprechendes Problembewusstsein voraus, das vor allem durch gezielte und kontinuierliche Information erreicht werden kann. Davon ausgehend, dass der zukünftige Klimaschutzmanager auch in diese Richtung informieren wird, erscheint das oben genannte Ziel realistisch. Die Information sollte bereits bei den Kindern und Jugendlichen anfangen, daher sollten Schulen, vielleicht sogar Kindergärten, eingebunden werden.

Maßnahmen in privaten Haushalten

Prioritär

H 1 Netzwerk der bestehenden Berater etablieren / Beratungsangebote für Förderung (Netzwerk, Klimaschutzmanager)

H2 Weitere Energetische Quartierskonzepte

H 3 Systematische Erfassung der Sanierungsaktivitäten (Evaluierung und Monitoring)

H 4 Energie-Messe / Energiewoche (im Rahmen der Dammer Gewerbemesse)

H 5 Musterhaus im Siedlungsgebiet (Wettbewerb)

Weitere Maßnahmen

H 6 Bauakademie – Beratungsangebot im Bereich energetische Sanierung für den Landkreis

H 7 Städtischer Fördertopf für Kleinmaßnahmen

H 8 Öffentliche Informationsveranstaltung für einzelne Baugebiete

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